Von Konfrontationen erhoffen wir uns in aller Regel, endlich Klarheit zu schaffen über Fragen, bei denen wir uns im Recht wähnen. Das aber ist Selbsttäuschung: In Wahrheit geht es uns in Konfrontationen um Selbstvergewisserung. Eine Klarheit, welche die Korrektur eigener Positionen notwendig macht, ist als Ergebnis einer Konfrontation nicht vorgesehen.

Menschen aber, die sich der Begrenztheit des eigenen Wissens und Erkennens bewusst sind, konfrontieren nicht, sondern kooperieren.

@lorbeerbund ... und wie soll man mit jemandem kooperieren der nur konfrontieren will?

@bonifartius
Eine solche "Konfrontationssucht" gibt es. Sie gehört meiner Erfahrung nach zu den Symptomen eines ausgeprägten Narzissmus'. Narzisstischen Persönlichkeiten oder Strukturen sollte man aus dem Weg gehen. Wo das nicht möglich ist, etwa, weil man mit ihnen in einem Team zusammenarbeiten - oder in einer Welt der Co-Abhängigkeiten zusammenleben muss, wird es schwierig.

@bonifartius
'Konfrontationsspezialisten' inszenieren sich gern als Opfer und verstricken die Welt um sich herum ununterbrochen in ein Drama von Gewinn und Verlust. Sie können weder durch erfolgreiche Kooperation noch durch verlustreiche Konfrontation geläutert werden.

@bonifartius
Ergo: Deeskalieren, Übergriffigkeiten maßvoll abwehren, sich unabhängig machen und andere Kooperationspartner finden. Ob sich Narzissmus mittels einer übermäßig gewaltsamen, asymmetrischen Reaktion nachhaltig eindämmen lässt, bezweifle ich.

@lorbeerbund meine befürchtung/erfahrung ist das sich diese personen gerne in den passenden machtstrukturen in staat und wirtschaft einfinden wo sie "was zu sagen" haben.

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@lorbeerbund aber prinzipiell sicher das best sich diese auseinandersetzungen gar nicht erst aufzuladen :)

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