Siebenmal "Stromautobahnen" in einem Artikel von gerade mal 290 Worten. Plus einmal in der URL 🤦
Liebe ZEIT, das übliche Wort lautet Trasse.
Warum "Autobahn" eine ziemlich schlechte Analogie ist
Bleiben wir mal in der Brummbrumm-Analogie, weil's die Kartoffel offenbar sonst nicht versteht: Die "Autobahn" ist im Straßenverkehrsnetz die höchste Ebene. Bei den erwähnten Stromtrassen handelt es sich nach Angaben des Artikels aber offenbar um Erdleitungen. Diese finden sich in aller Regel nicht auf den höchsten beiden Netzebenen (Hochspannungs- und Höchstspannungsebene). Wahrscheinlich handelt es sich also um die Mittelspannungsebene.
Deren Netz ist derzeit über 500.000 km lang. Damit sind 14.000 km zwar viel Arbeit, aber gemessen am bestehenden Netz nicht besonders viel.
Auch hinkt der Vergleich, denn es geht hier eigentlich um Landesstraßen, nicht um Bundesstraßen oder Bundesautobahnen.
Was hätte also eher in den Artikel gehört? Zum Beispiel:
* Eine Einordnung, um welche Arten von Trassen es sich handelt (Mittel-, Hoch- oder Höchstspannung).
* Oder um welchen Anteil die neuen Leitungen das bestehende Netz ergänzen.
* Insbesondere: Wieso sind die genannten Leitungen relevant? Windstrom von Nord nach Süd transportieren sie ja wohl eher nicht. Aber das macht sie nicht unwichtig.
* Falls es sich wider Erwarten doch um die Hochspannungsebene handeln sollte, wäre das ein sehr wichtiger Punkt.
Also mal wieder ein Artikel aus: Ich verstehe nix davon, weiß auch nicht, wen ich fragen soll, aber die Botschaft muss raus!
👉 https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-06/energie-bundesnetzagentur-stromautobahn-ausbau-oekostrom
Und die @tagesschau macht gleich mit 🤦
👉 https://ard.social/@tagesschau/110609561141968797
@heiseonline macht's richtig:
Für den Wayne: https://de.wikipedia.org/wiki/Stromnetz#Verteilung