@elomenelomina @mastobikes @mastobikes_de @fedibikes@a.gup.pe @fedibikes_de @fedibikes@soc.schuerz.at

Hat ein Radfahrer auf dem Radweg an der grünen Ampel Vorrang?
Ja.

Wird er trotzdem überfahren?
Ja.

Muss der LKW-Fahrer seine Spiegel so einstellen, dass er den Radfahrer sieht?
Ja.

Ist der LKW-Fahrer schuld?
Ja.

Ist der Radfahrer trotzdem tot?
Ja.

Wäre es sinnvoll, auf sein Vorrecht zu verzichten?
...

Sind "Ich hatte Vorfahrt!" und "Der LKW-Fahrer ist schuld!" schöne Inschriften auf dem eigenen Grabstein?
...

@NZyniker @elomenelomina @mastobikes @mastobikes_de @fedibikes@a.gup.pe @fedibikes_de @fedibikes@soc.schuerz.at

Du beantwortest eine Frage, die niemand (außer viurlgär-libertäre, die Freiheitsrechte anderer nicht anderkennen) stellt.

Die einzig relevante - mit unserem Grundgesetz vereinbare - letzte Frage wäre stattdessen:

Hätten wir den LKW Fahrer früher aus dem Verkehr ziehen müssen?
Ja!
Also ändern wir die Verklehrsüberwachung und Ahndung von Verstößen, zur *prävention* statt Stohmannerdiskusionen

@asltf @NZyniker @elomenelomina @mastobikes @mastobikes_de @fedibikes@a.gup.pe @fedibikes_de @fedibikes@soc.schuerz.at Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man noch dafür argumentieren muss, dass insbesondere die Verkehrsteilnehmer, die andere mit ihren Vehikeln extrem gefährden können, sich doch bitte schön ganz, ganz besonders gewissenhaft an die Regeln halten sollen und im Zweifel einfach lieber anhalten sollten...

@JoernPaulini @asltf @elomenelomina @mastobikes @mastobikes_de @fedibikes@a.gup.pe @fedibikes_de @fedibikes@soc.schuerz.at Darum geht's doch gar nicht.

Es geht um Anerkennen der Realität.

Realität ist: Kein Bkf überfährt absichtlich Radfahrer und Fußgänger. Sie tun es, weil sie überzeugt sind, dass sie freie Bahn haben.

Warum sind sie nicht noch vorsichtiger?
Weil sie Zeitdruck haben.

@JoernPaulini @asltf @elomenelomina @mastobikes @mastobikes_de @fedibikes@a.gup.pe @fedibikes_de @fedibikes@soc.schuerz.at Denn jeder will volle Regale beim Einkaufen und seine Amazon-Lieferung, aber wenn beides teurer wird, weil jeder Bkf nur noch seinen halben Tourenplan schafft, ist das Gemotze groß, und erst recht bei der folgenden inflationsbedingten Hartz-IV-Erhöhung...

@NZyniker
Erstaunlich ist ja, dass es mal Zeiten gab, da waren die Regale im Supermarkt auch voll, und da waren sogar die Regale der Greißlereien und kleinen Läden in den Dörfern voll... und da erfolgte ein Großteil der Lieferungen per Bahn. Natürlich nicht in jedes Dorf zu jedem Laden.

Ich hab z.B. schon mal selbst an einem Projekt in Wien mit gearbeitet, wo Billa (heute von REWE aufgekauft, einst einer der 2 größten Supermarktketten in Österreich) die Belieferung seiner Filialen in Wien per Straßenbahn erledigen wollte.
Ich hab selbst damals eine Auswertung gemacht und festgestellt, dass 80% der Fililalen direkt an einer Straßenbahnlinie lagen und so zumindest theoretisch per Straßenbahn beliefert werden könnten.
Das Straßenbahnnetz in Wien hat auch (bis auf fehlende 150m) direkten Gleisanschluss zum Billa-Zentral-Lager in Wiener Neudorf, von wo aus sämtliche Billa-Filialen in ganz Österreich beliefert werden.

Billa wollte damals unbedingt die Belieferung mit Straßenbahnen, weil sie riesige Probleme mit der LKW-Zustellung hatten und haben. Ladezonen sind oft zugeparkt (und es wird kaum gestraft), Liefern ist oft nur früh am Morgen möglich, wo sie aber wegen des LKW-Fahrverbotes in der Nacht nicht liefern dürften... Also wollten sie damals besser vorgestern als übermorgen mit der Straßenbahn liefern.

Wir saßen schon (ich war damals bei den Wiener Linien, dem Betreiber der wiener Straßenbahn) in einem Meeting wo wir vereinbarten, dass wir einen Probezug auf die Reise schicken, damit wir das Ein/Ausladen dieser Rollcontainer (diese Kunststoffpaletten mit Rädern und zwei Gitterseiten, wo die Waren auch im LKW verladen werden) testen und die Zeit messen können. Es wären sogar ULF (das sind die wiener Niederstflurstraßenbahnen, wo man auf Gehsteighöhe eben rausfahren kann) in der Hauptwerkstätte ohne Sitze drin herumgestanden, die man einfach ohne weiteren Umbau verwenden hätte können.

Und dann warteten wir auf die Freigabe von der Direktion. Doch die kam nicht.

Die Annahme war, dass pro Filiale 3-4 solcher Rollcontainer pro Lieferung zugestellt werden, und die Filialen deutlich seltener als Haltestellen für die Tram angeordnet sind. Eine Ent/Beladung sehr rasch geht (die LKWs werden auch in der Reihenfolge der Entladung in der Zentrale beladen. Billa hat hier großes logistisches Know-How) und die Gütertram eher von den Personenzügen aufgehalten würde, als umgekehrt. Und ob diese Annahme stimmt (ich bin bis heute davon überzeugt), wollten wir damals mit dem Probezug herausfinden.

Billa hätte damals alles gezahlt. Personal, Züge, Gleisabnutzung...

Aber die Direktion sagte "Njet". Der Bürgermeister (Damals Häupl) sagte "Njet". Brauch ma ned, woll ma ned. Moch ma ned.

Ebenso war Henkel schwerst an einem Gütertransport auf der Straßenbahn interessiert gewesen. Die haben ein Werk in Erdberg, wo nur eine kurze Stichstrecke Gleis neu (eigentlich wieder) gebaut hätte werden müssen und in Meidling wurde damals ein neues Lager angekauft, wo täglich bis zu 80 LKW dazwischen pendelten. Auch in Meidling wäre nur eine kurze Gleisstrecke neu zu bauen gewesen.
Henkel wollte die 80 LKW auf die Schiene verlagern. Hätten alles bezahlt. Neue Gleise, Personal, Züge, Betrieb...

Die Direktion sagte "Njet. Brauch ma ned". Der Bürgermeister sagte "Njet. Brauch ma ned"

Und so fahren seit 17, 18 Jahren nun täglich 80 LKW tagtäglich quer durch die Stadt.

Es muss nicht immer der LKW sein. Und es sind so viele Fahrten so schwerst unnötig... Wenn ein Smartphone von Österreich nach Ost-Rumänien per LKW transportiert wird, um es dort zu begutachten, ob es repariert werden kann... dann ist das unnötig. Von den vielen Tier/Gemüse-Transporten abgesehen, weil es am anderen Ende des Kontinents um 0,32 Cent billiger ist... nehmen wir die Zerstörung unseres Lebensraumes in kauf... Nein. Letzteres ist VIEL teurer... für alle.
@JoernPaulini @asltf @elomenelomina

@jakob @elomenelomina @NZyniker @asltf In Frankfurt a.M. haben sie m.W. auch mal Gütertransport mit der Straßenbahn erwogen... was ist draus geworden: nix, soweit ich weiß.

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@JoernPaulini In Dresden hat man das ne Weile sogar halbwegs erfolgreich gemacht. Aber das ist (a) ne Straßenbahn, (b) nutzte exisiterende Schienen und (c) war erprobt und integriert.

de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCt

Tram ≠ Maglev

@jakob @elomenelomina @NZyniker @asltf

@cweickhmann @elomenelomina @JoernPaulini @NZyniker @asltf
Im Winde dieser Gütertram wollten wir auch in Wien so etwas etablieren... Aber es wurde "von ganz oben" abgedreht. Leider.
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