Nicht nur in Deutschland besteht Grund zur Sorge. Aber was man konstatieren muss: die Rechten verstehen (irgendwie im Gegensatz zu demokratischen Kräften), dass man sich europäisch organisieren muss. Demokratische Kräfte müssten die Rechten überall bekämpfen: im Kleinen wie im Großen. Aber sie lassen ein riesiges Loch, ein Vakuum der Ideen auf europäischer Ebene. Und das nehmen "Identitäre" (neuer Marketingname für völkische Ideologen) gerne auf und füllen es mit Hass und Ausgrenzung - überall in der EU.
via @Mediapart
@cweickhmann Überall da, wo Politik versucht, die Vermögenden und Reichen gegen den Rest der Bevölkerung auszuspielen, kommen die Rechten mit ihren Ideen is Spiel.
@isAutonomous
Ja, und das ist in gewisser Weise auch die Geschichte der EU, jedenfalls wenn man der eher linken Erzählung folgt. Nur führt diese Erzählung dazu, dass viele Linke die EU ablehnen und sich weigern, linke europäische Politik zu machen. Mit zwei Ergebnissen: harter Neoliberalismus und eine vollkommene Konsequenzlosigkeit linker und sozialdemokratischer Politik auf Europaebene.
Der europäische Bundesstaat steht seit anno Tupperware im Programm der SPD und wird nicht verfolgt.
Und 'Die Linke' setzt EU und Neoliberalismus einfach gleich.
Da muss man sich nicht wundern, wenn völkische Ideen da einen Raum gegen 'die Anderen' (aka USA, China, die Weltverschwörung) einnehmen - wenn man ihnen so sehr den Platz lässt.
@isAutonomous
Aber Politik ist ja nicht einfach. Sie wird gemacht. Und wenn man anderen das Feld überlässt, muss man sich das vorhalten lassen. IMHO ist das der Kardinalfehler der Linken und einer der Gründe, warum die Globalisierung so kagge gelaufen ist.
@cweickhmann Ich sehe den Fehler bei den Parteien "in der Mitte". CDU und SPD. Die hatten Jahrzehnte Zeit, diese Themen anzugehen.
Die Linken sind für mich fern jeder Realität (Militär, Wirtschaft, ...). Auch wenn sie einzelne wirklich gute Akteure hat.