@don@microblog.social ich finde es richtig wenn jemand die afd wählt wenn er die afd wählen will. das ist doch der witz an demokratie, oder hab ich irgendwas verpasst?

@jakob @don @bonifartius Könnte es sein, dass du den Geschichts-Unterricht verpasst hast - ganz besonders die Epoche "Zeitgeschichte und Gegenwart"?

@Hiker @jakob
du siehst das falsch: ich habe im gegensatz zu anderen hier gut in geschichte aufgepasst. eins der wenigen interessanten fächer. sogar der lehrer war zur abwechselung kein leerkörper sondern eine lichtgestalt der didaktik.

@bonifartius Deine Argumentation passt dann irgend nicht dazu wenn du die Folgen betrachtest. @jakob

@Hiker @jakob
die folgen einer wahl in einem land mit komplett anderer verfassung als der weimarer?

wenn das alles so schlimm ist dann muss die afd halt verboten werden. da das in ca. 10 jahren nicht passiert ist, nicht einmal angestrengt wurde, ist es gradezu lächerlich jetzt panik zu schüren. zehn jahre in denen man die wähler hätte von der eigenen politik überzeugen können.

den wählern denen nicht gleich das etikett "nazi" gegeben wird, wird ihnen wenigstens "dummheit" nachgesagt. zu dumm um über ihr eigenes leben zu entscheiden. zu dumm zum wählen. welch unterirdisches menschenbild sich da zeichnet.

@bonifartius Aber eben, der Blick ins Geschichtsbuch müsste zeigen, dass die Mehrheit nicht immer Recht hat.
Und demokratisch gewählte Faschisten ist ein Widerspruch in sich selber. @jakob

@Hiker @jakob
> der Blick ins Geschichtsbuch müsste zeigen, dass die Mehrheit nicht immer Recht hat.

der blick ins hier viel besungene geschichtsbuch sagt auch das das problem nicht war das die nsdap gewählt wurde, sondern die erweiterten befugnisse für den reichskanzler durch den präsidenten.

für notstandsregelungen die freiheitsrechte ausser kraft setzen reicht um übrigen der blick zwei jahre zurück. das waren hier in deutschland zum grössten teil nicht mal gesetze sondern exekutiventscheidungen. da waren dann die "nazi" - oder natürlich wieder "zu dumm"! - die damit nicht einverstanden waren.

>Und demokratisch gewählte Faschisten ist ein Widerspruch in sich selber.

rein philosophisch gefragt: warum sollte demokratie nicht das recht haben sich selbst abzuschaffen, ist es nicht genauso ein widerspruch das als undemokratisch zu sehen? demokratie ist eine methode, nicht das resultat.

mir wäre es ja am liebsten wenn überhaupt niemand das unterdrückungsmittel staat in die hände bekommen würde. das würde vorraussetzen das alle auf gewalt verzichten und auf kooperation setzen. wird also leider erstmal nicht passieren. dafür sind alle zu heiss darauf selbst mal zu unterdrückenzu. das muss erstmal entlernt werden.

schlussendlich: wenn ich den ganzen mummenschanz schon mitmachen soll, dann doch bitte ohne das ständige gejammere vom ende der demokratie wenn die "falsche" zur wahl zugelassene partei mal mehr bekommt als einem selbst lieb ist. so viel vertrauen würde ich mir dann schon wünschen von den verteidigern der demokratie.

@bonifartius Der letzte Abschnitt ist etwa so naiv, wie der Traum der Liberalen, der Markt würde alles regeln. @jakob
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@Hiker @jakob ich bin lieber naiv als hoffnungslos.

weils so schön ist nochmal mein lieblingsbild zu diesem thema angehängt.

man müsste nur mal gewaltlosigkeit wagen und die freiheit kommt automatisch.

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