Was mich an Meldungen wie dieser
👉https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-08/energiekrise-gas-umlage-deutscher-staedtetag
massiv stört:
1️⃣ Von den Haushalten mit niedrigen Einkommen wird erst am Ende des Teils zur finanziellen Unterstützung gesprochen. Das ist genau falsch herum. Diese Haushalte sind der einzige Grund für eine solche Unterstützung. Die anderen Haushalte sollten in der Lage sein, entweder die Mehrkosten eine Weile zu tragen, oder endlich Geld in die Hand zu nehmen, die Gasheizung loszuwerden. Man suggereriert hier aber weiten Teilen der Bevölkerung, die schlicht keine Unterstützung brauchen, dass man sie von Preisschwankungen abschirmen will. Be real, verdammt!
2️⃣ Wtf, diese Biogasstudie!? Wenn das möglich ist, wieso zum Geier machen wir das nicht schon seit geraumer Zeit? Oh, richtig, BMWi war ja Gasministerium...
Die einzige Möglichkeit, wie wir zeitnah aus der Gasabhängigkeit im Wohnsektor herauskommen, ist der finanzielle Druck auf diejenigen, die sich ne Alternative leisten können, regulativer Druck auf diejenigen, die vermieten und keinen Bock auf Investitionen haben und Unterstützung für die, für die +1k€ wirklich zu viel sind. Die wohnen fast ausschließlich zur Miete. D.h. ohne regulativen Rahmen werden die Vermieter einfach nichts tun: ihre Mieter zahlen ja weiter fleißig Miete für ihr Energieverbrauchsloch.