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Das schöne an diesem Internet ist ja, dass man fix mal ein paar Jahre zurückgehen kann (2020) und das Familienunternehmen-Romantik-Gesülze derer findet, die heute ihre Butze für offenbar mit einem Steuersatz von gerade mal 1,5% verscheuert haben.

🤡 "Trotz seiner Größe gilt als Familienunternehmen, weil die Familie das Eigentum am Unternehmen hält und unmittelbar alle Entscheidungen trifft. Das sei ein großer Vorteil, wie Viessmann bekräftigte, so könne das Unternehmen schnell und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und Richtungsentscheidungen ohne langwierige Entscheidungsprozesse in Gremien treffen." - Gut, man könnte auch sagen: Chef entscheidet, Basta, und dass der Laden noch lebt, liegt daran, dass er bisher immer Schwein hatte.

🤡 "Familienunternehmen zeichneten sich auch dadurch aus, dass sie nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg im Blick hätten, sondern auch das nachhaltige Wirtschaften über Generationen hinweg und die soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter." - Ich bin mir sicher, Carrier wird genau dasselbe im Blick haben. 😍

🤡 "Dennoch machten überbordende Bürokratie und zu hohe Unternehmenssteuern den Firmen das Leben schwer. Wenn dann am Ende eines langen Unternehmerlebens ich noch hohe Erbschaftssteuern auf das bereits versteuerte Firmenvermögen anfalle, dann sei nicht selten das Überleben der Firma mit all ihren Arbeitsplätzen gefährdet." - Schlümm, ganz dolle schlümm, so Bürokratie und Erbschaftssteuer.

Aber immerhin: " hätten auch hier die Chance, schnell zu reagieren. Dagegen stehe aber oft die Neigung von Familienunternehmen, ihren Traditionen treu zu bleiben."

Da haben sie's ja wohl ganz unbürokratisch und schnell abgewickelt und haben alle überrascht, dass sie sich nicht so an Traditionen festkrallen.

👉 hna.de/lokales/frankenberg/vie

(Auch immer wieder geil, dass die HNA so ne Sülze aus nem Lions Treffen unhinterfragt abdruckt 🤦)

Es ist legitim, dass Viessmann hier ne wirtschaftliche Entscheidung getroffen hat. Es ist auch legitim, dass sie nen Buyout machen.

Was mir auf den Sack geht, ist dieser als Romantik-Gesülze verpackte Hardcore-Lobbyismus, der eben genau dazu führt, dass die Damen und Herren Viessmann und Co jetzt praktisch keine Steuern auf ihren Deal zahlen. Dass Familienunternehmen in Schwierigkeiten (z.B. weil "der Chef das - BASTA - so entschieden hat") immer auf die Tränendrüse drücken und dann aus der Politik "schnelle, unbürokratische Hilfe zum Erhalt der Arbeitsplätze" bekommen. Und dass irgendwie kein Familienunternehmer darüber spricht, wie viele Arbeitsplätze auch sie wegrationalisiert haben. Und ja: Auch nicht darüber, was das oft für paternalistische Clans sind (ich sag nur ABUS).

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