Sie hatte offenbar nicht aufgepasst: Ein 23-jähriger #Radfahrer ist bei einem #Verkehrsunfall am in #Zeven schwer verletzt worden. Eine #Autofahrerin #überfuhr ihn, #schleifte ihn mit, #verwechselte das #Gaspedal mit der #Bremse und fuhr gegen eine #Betontreppe.
Währenddessen lehnt #Verkehrsminister #Wissing @bmdv eine #EU Initiative ab, dass ältere #Führerscheinbesitzer ab und zu ärztlich ihre #Fahrtauglichkeit überprüfen lassen sollen.
Ja das Argument, dass das Altersdiskriminieren würe, stimmt vollkommen.
Und daher fordere ich auch, dass diese Überprüfung ab dem Zeitpunkt der Ausstellung des Führerscheins für ALLE gelten solle...
Und mit ALLE meine ich alle ALLE. Berufskraftfahrer, Hobbylenker, Sportlenker, Gelegenheitsfahrer und die Innen und diverse auch mit dazu.
Ich finde "Altersdiskriminierung" ist ein Quatsch-Argument. Es ist ist medizinisch erwiesen, dass die wichtigen Dinge wie Sehkraft, Hören und Reaktion im Alter nachlassen. Das ist keine Diskriminierung.
Ein Fahranfänger muss seine Sehkraft ebenso nachweisen.
Von mir aus aber wie du sagst: halt für alle. Alle 5 Jahre muss der Führerschein erneuert werden und dafür vom Fielmann halt ein Sehtest gebracht werden …
In massig Ländern gibt es solche Regeln. Selbst in den USA.
@MichaelB
Es ist nicht nur die medizinische Eignung zu prüfen...
So viele Lenkende haben offensichtlich große Lücken in den Basics der STVO...
Und ich hab auch den Eindruck, dass ein schöner Teil der hinter dem Steuer sitzenden auch nicht die Fähigkeit haben, das Verkehrsgeschehen im nötigen Ausmaß und in der notwendigen Geschwindigkeit richtig zu erfassen und passend darauf zu reagieren...
Die Fähigkeit ein Gaspedal drücken zu können, und halbwegs die Spur zu halten ist keine Befähigung ein tonnenschweres, potentiell tödliches Gerät durch die Straßen zu jagen... genauso wenig ist diese Fähigkeit dazu geeignet, als Verkehrsexperte durchzugehen.
@gigold @bicycle
@gigold
Aber es wäre doch schonmal etwas, diese Diskussion zu führen (Wie könnte ein solcher Test vernünftigerweise aussehen?), statt sie wie Wissing verzweifelt im Keim zu ersticken zu versuchen.
Und ganz ehrlich: Ein fahruntauglicher Senior, der sich und andere gefährdet, wenn er mit dem Auto fahren muss, hat nichts mit Teilhabe zu tun! Der ist ein Symptom fehlender, *sicherer* Angebote (deren Fehlen imho auch ein Symptom des Alleinlassens von Senioren ist).
@cweickhmann @jakob @bicycle @MichaelB
Absolut. Ich argumentiere doch auch gar nicht dagegen.
Ich bin total dafür eine regelmäßige Kontrolle durchzuführen.
Gleichzeitig muss aber eben auch dafür gesorgt werden, dass es "Bewegungsalternativen" gibt. Das eine sollte das andere nicht behindern.
Wenn du "uns" genau zuhörst und mitliest über die Zeit, dann wird dir auffallen, dass "wir" doch seit Jahrzehnten (ich persönlich zumindest) ständig davon sprechen, dass es ordentlichen flächendeckenden Öffentlichen Verkehr geben muss. Den muss man entwickeln, aufbauen und betreiben.
Außerdem fordern wir ständig die Fahrradinfrastruktur aufkosten der Autoinfrastruktur auszubauen. Also Parkplätze und Fahrbahnen weg, Radwege und Radabstellplätze her.
Jetzt kann man natürlich einwerfen, dass Bewegungseingeschränkte Menschen nicht fahrradfahren können... JA das stimmt.
Und ich hab auch ein "aber" dazu:
Die heute vorhandene Infrastruktur mit Einkaufszentrum irgendwo in der Pampa und geschlossenen Geschäften in Gehdistanz in den Siedlungen selbst sind eine Folge der höheren Geschwindigkeit durch ausgebaute Straßen und Autobenutzung. (Stichwort Reisezeitkonstanz).
Die fehlende Infrastruktur an Gasthäusern, Polizei, Post, Ärzten, Bezirksgerichten und und und ist ebenso auch zu einem Teil bis großen Teil den höheren Geschwindigkeiten des Autoverkehrs geschuldet (Stichwort wiederum die Reisezeitkonstanz).
All das zusammen führt dazu, dass ältere Menschen ihr Zeugs nicht mehr per Pedes erledigt kriegen und so wie alle anderen mit dem Auto fahren müssen um ins Einkaufszentrum, Ärztezentrum, Gewerbezentrum, Bla- und Foo-Zentrum irgendwo in der grünen Wiese fahren müssen und das Ortszentrum ist tot.
Eine Reduktion der durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit führt aufgrund der Reisezeitkonstanz auch zu einer Veränderung der Infrastruktur. Es MÜSSEN die Geschäfte zu den Menschen zurückkehren, wollen sie etwas verkaufen. Und wenn die Menschen (alle!!!) mehr zu fuß und per Rad unterwegs sind, rentieren sich auch wieder Geschäftslokale in Dorfkern und Stadtlage... Kommunen können diesen Trend auch noch unterstützen, indem sie Steuern und Abgaben in Einkaufszentren erhöhen (Stichwort Verkehrserregerabgabe, Parkgebühren...).
All das zusammen führt dann dazu, dass Fuß- und Radwege errichtet werden, die dazu einladen sich per Pedes oder Pedal im Ort zu bewegen und das führt dann dazu, dass auch Menschen mit Bewegungseinschränkung ihr Zeugs wieder selbst erledigt kriegen können und nicht mehr aufs Auto oder Hilfswillige angewiesen sind.
Und als Bewegungsalternativen haben dann natürlich ordentliche Öffis* und Shuttledienste zur Verfügung zu stehen.
* unter "ordentliche Öffis" verstehe ich ein Angebot im mindestens Stundentakt, besser Halbstunden-Takt zwischen Den Orten und vor allem ins Oberzentrum. Mit schnellen Verbindungen mit wenig Halten und langsameren dazwischen mit Halt überall. Verknüpfung der langsamen Verbindung mit den Schnellen durch zeitnahes und gesichertes Umsteigen.
Betriebszeiten von früh morgens - dass die ersten Pendler los kommen, bis spät in die Nacht, nach Mitternach mit Abfahrt aus dem Oberzentrum hinaus in die Region, damit man auch nach der Arbeit noch ohne Stress mit Freunden essen/Trinken oder in Kulturveranstaltungen besuchen kann.
@cweickhmann @MichaelB @bicycle
Du redest an mir vollkommen vorbei - ich bin bei allem bei dir. Du musst mir das nicht erklären. ;-)
@jakob
Hehe..:
"Das KonsumCenter hat mehr Reichweite. Sehen und gesehen werden. Alle meine Freunde sind da. Der Dorfladen ist tot, abgesehen von ein paar Hardcore-Nerds. Wir brauchen Kurse (Mitfahrgelegenheiten) für NichtKonsumCenterNatives wie meine Oma, die diese in die moderne CenterWelt (WhatsApp-Kurse für Rentner) "mitnehmen".
@cweickhmann @gigold @jakob @bicycle @MichaelB
Ein Ansatz wäre #visionzero. Das Argument von Wissing, dass die Unfallzahlen nicht höher als anderswo sind ist keines. Das ist purer Whataboutism.
Die Frage lautet: Was wird getan um diese Zahlen auf idealerweise 0 zu reduzieren? Da kann man dann auch mal nach Altergruppe etwas differenzieren.
@cweickhmann
Ich denke da wären Reaktionstests angesagt. Sowas kann man sogar am Computer machen. Kleiner Simulator kostet nicht die Welt mit Autokonsole und Pedalen (natürlich für Autos mit Gangschaltung und Automatikgetriebe!!!)
Und dann werden gefährliche Situationen abgespielt und gemessen, ob und wie die Probanden reagieren und wie lange sie dafür benötigen.
Der Test kann gut und gerne 30 Minuten und mehr dauern und nach 2 Tagen wiederholt werden (wegen dem Eingewöhnungseffekt für den Simulator).
Dabei sollen, müssen Kinder, Radfahrende, schlechte Witterungsbedingungen, schlechte Sichtverhältnisse allgemein (uneinsichtige Kurven, Engstellen, Bergkuppen mit Rechtskurven usw.), Fußgänger und Radfahrkreuzungen mit knapp vor dem Fahrzeug hervorspringenden Kindern/Rädern mit dabei sein.
Ich kann mir auch Tests zum Messen des Aggressionslevels vorstellen, so der Proband die Möglichkeit hat mit Stromschlag oder Luftdüse ins Auge eines zu prüfenden je nach Fehlerstärke die Stärke des Stroms oder Luftstroms zu sanktionieren... Und das direkt nach dem Fahrsimulationstest... (gerne auch als 3D-Animation der Testperson statt eines Schauspielers/in).
Und eine theoretische Standardführerscheinprüfung mit der Konsequenz des Entzugs der Lenkerberechtigung. Handy abgeben und rein zum Test am PC in der Fahrschule. Da können gleich mehrere gleichzeitig geprüft werden.
Eine Untersuchung beim Arzt über die körperliche Eignung fehlt natürlich noch. Die darf auch gemacht werden.
Über die tatsächliche Ausgestaltung der Tests sollen sich dann noch Psycholog:innen Gedanken machen. Die haben hier deutlich mehr Erfahrung, wie man solche Parameter gut und schnell diagnostizieren kann.
@bicycle @gigold @MichaelB
@cweickhmann @gigold @jakob @bicycle @MichaelB Ich muss da schlucken weil viele ältere Menschen von dieser Art von "Teilhabe" schon alleine wegen ihres schlechten Seevermögens ausgeschlossen sind und das sind wirklich nicht wenige. Der Status Quo hat mit Teilhabe nichts zu tun.